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Was ist eine Impfung?

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Impfung Erklärung - intuitiv

Wenn man Kindern die Impfung erklärt, sollte man ihnen sagen, dass man unter einer darunter die Injektion von Immunseren versteht, die den menschlichen Organismus gegen eine Krankheit schützen. Welche natürlichen Mechanismen das Impfen in unserem Körper anregt, erfährt Dein Kind in unserem Bereich Biologie. Weckt dieses Thema die Neugierde und den Entdeckungsdrang Deines Schützlings? In unserer Rubrik Experimente für Kinder findest Du weitere interessante Themen zum Beispiel aus dem Bereich der Astronomie.

Impfung – Eine Erklärung für Kinder

Wie können Eltern ihren Schützlingen das komplexe Thema der Impfung leicht verständlich vermitteln? Indes können die ersten Fragen bereits bei kleinen Kindern aufkommen, nämlich dann, wenn die Spritze beim Arzt ansteht oder wenn es dieses Thema in der Vorschule aufgeschnappt hat. Damit sich Kinder vor der Impfung nicht fürchten, ist es sinnvoll, dass Du dieses Thema kindgerecht erklärst. Achte bei Deinen Erläuterungen darauf, dass Du eine einfache Sprache verwendest und Fachbegriffe vermeidest. So verhinderst Du, dass Dein Kind mit zu komplexen Informationen überforderst. Hat es sich vorher bereits mit Naturwissenschaften befasst, werden ihm die Vorkenntnisse beim Verstehen sicher helfen. Damit Du für diesen Fall gut vorbereitet bist, haben wir die wichtigsten Informationen kindgerecht zusammengefasst. 

Dein Schützling möchte zudem wissen, wie ein Impfstoff entwickelt wird? Dann ist unser Bereich Chemie für Kinder erklärt genau das Richtige. Darüber hinaus erfährt es in unserem Physik Kurs zum Beispiel, wie Physiker Strategien entwickeln, um Impfstoffvorräte effektiv zu verteilen.

Was ist das Immungedächtnis?

Wenn Du Kindern das Impfen erklärst, stößt Du schnell auf das sogenannte Immungedächtnis. Indes verfügt es in unserem Körper über eine wichtige Funktion. Wird das Immunsystem mit einer viralen Erkrankung konfrontiert, so reagiert es darauf mit der Bildung von Antikörpern. Infolgedessen ist der Organismus bei einer erneuten Ansteckung vorbereitet oder gegen gewisse Erreger sogar immun. Indes merkt sich das Immungedächtnis, gegen welche Krankheiten es bereits vorgegangen ist. Deshalb kann es bei einer erneuten Infektion sofort reagieren und die passenden Antikörper bereitstellen (vgl. Bröker/ Schütt/ Fleischer, 2019).

Wichtig zu wissen:

Gegen einige Erkrankungen wie Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen kann der Körper nicht dauerhaft Antikörper bilden, da diese Erreger entweder in der Lage sind, den Körper zu täuschen oder sich sehr rasch verändern können. Diese Veränderungen, auch Mutationen genannt, verhindern den Aufbau eines langfristigen Schutzes durch Antikörper.

Wie funktioniert eine Impfung?

Wie funktioniert eine Impfung? Wenn Du dieses komplexe Thema Kindern erklärst, wirst Du sicher gefragt, wie das Impfen überhaupt funktioniert. Indes wird das Impfserum in der Regel mit einer Spritze verabreicht. Dabei enthält das Impfserum die Erreger einer Krankheit. Allerdings sind diese nicht mehr ansteckend, sondern so abgeschwächt, dass sie dem Körper nicht mehr schaden können. Trotzdem reagiert das menschliche Immunsystem auf die Substanzen und zwar, indem es Antikörper bildet. Bei einem erneuten Angriff der Viren sorgen die einmal gebildeten Antikörper dafür, dass die Krankheit nicht mehr ausbrechen kann.

Zur Erklärung gehört zudem auch, dass es unterschiedliche Impfseren gibt. Hier unterscheidet man zwischen viralen und bakteriellen Erregern. Die bekanntesten viralen Krankheiten, für die es einen Impfstoff gibt, sind Masern, Mumps, Röteln oder Kinderlähmung. Bakterielle Erkrankungen, gegen die Dein Kind geimpft werden kann, sind zum Beispiel Tetanus, Diphtherie oder Keuchhusten. Damit das Serum auch wirkt, muss manchmal mehrmals hintereinander geimpft werden (vgl. Stolten/Ratschko, 2010). Ist dann ein Impfschutz aufgebaut, reicht es bei den meisten Krankheiten, diesen alle 10 Jahre aufzufrischen. Wann eine erneute Impfung nötig ist, kannst Du in Deinem Impfpass nachsehen. Dein Kinderarzt wird Dir hierbei die nötigen Informationen zur Auffrischung der Impfung bereitstellen.

Impfung Erklärung - Der Impfpass
Abb. 1: Impfung Erklärung – Der Impfpass 

Welche Impfarten gibt es?

Wenn Dein Kind bereits etwas älter ist, kannst Du Deiner Erklärung noch weitere Details und Informationen hinzufügen. Dazu gehört zum Beispiel, dass es unterschiedliche Impfarten gibt. So wird für jede Erkrankung die optimale Wirkung garantiert und gleichzeitig der Organismus so wenig wie möglich belastet. Viele Forschungsinstitute und Universitäten beschäftigen sich seit vielen Jahren intensiv mit der Impfstoff Entwicklung. So befasst sich die medizinische Fakultät der Universität Tübingen mit der Entwicklung eines Impfserums gegen Corona. Eine der führenden Einrichtungen in diesem Bereich ist außerdem die Philipps-Universität Marburg. Du möchtest Deinem Schützling die aktuelle Situation möglichst intuitiv vermitteln? Dann schau Dir doch einmal unseren Beitrag Corona für Kinder erklärt an.

Indes unterscheidet man im Allgemeinem zwischen verschiedenen Impfarten. Weiterhin differenzieren sich diese in ihrer Zusammensetzung und Wirkung. Dennoch folgen alle Impfungen dem gleichen Prinzip. Eine allgemeine Übersicht hierzu hat die Universität des Saarlandes erstellt. Wenn man eine Impfung für Kinder erklärt, sind diese Informationen oft zu komplex, dagegen aber für Eltern interessant und wichtig.

Da nicht jeder Impfschutz unbegrenzt erhalten bleibt, ist es wichtig ihn in regelmäßigen Abständen überprüfen und auffrischen zu lassen. Dabei gibt es je nach Impfserum unterschiedliche Rhythmen, in denen Impfungen aufgefrischt werden sollten, damit der Impfschutz dauerhaft gewährleistet wird. 

Impfung Erklärung - Rhythmus der Auffrischung
Abb. 2: Impfung Erklärung – Rhythmus der Auffrischung 

Lebendimpfstoffe

Hierbei werden vermehrungsfähige, aber in ihrer Wirkung abgeschwächte Viren verabreicht. Damit wird der Organismus angeregt, Antikörper zu bilden, ohne dass die Krankheit ausbricht (vgl.: Groffik, 2020). Eingesetzt wird diese Impfvariante unter anderem für Masern, Mumps Röteln sowie Windpocken.

Totimpfstoffe

Totimpfstoffe bestehen aus nicht vermehrungsfähigen Viren, bzw. lediglich einzelnen Virenbestandteilen. Dadurch wird das Immunsystem aktiviert und der Körper angeregt, Antikörper gegen den Erreger zu bilden. Eingesetzt wird diese Variante bei Krankheiten wie Diphterie, Hepatitis B, Kinderlähmung, Keuchhusten oder der Grippe. Die letzte Erkrankung ist vor allem im Winter ein Problem. Interessante Informationen zur Influenza und auch wie man sich davor schützt, liefert die Universität Konstanz.

Kombinationsimpfstoffe

Für ein paar Krankheiten gibt es sogenannte Kombinationsimpfstoffe. Diese wirken gleich gegen mehrere Erreger, sodass mehrere Krankheiten gleichzeitig abgedeckt werden. So machen es deutlich einfacher, den Impfschutz gegen eine Reihe von Krankheiten auf dem optimalen Stand zu halten. Die Kombinationsimpfung wird dabei für die gängigen Kinderkrankheiten wie die Dreifachimpfung für Masern, Mumps sowie Röteln eingesetzt.

Tabelle 1: Impfung Erklärung – Vor- und Nachteile der Impfarten

ImpfartVorteileNachteile
LebendimpfstoffeJahrelanger Schutz, zum Teil sogar lebenslangNur gering haltbar
Gefahr von Mutationen
Darf nur einzeln verabreicht werden
TotimpfstoffKombinierbarImpfschutz lässt mit der Zeit nach
Auffrischung erforderlich
KombinationsimpfstoffeEin Impfserum für mehrere ErregerKeine individuelle Abstimmung

Lückentext – Impfung für Kinder erklärt

Nun hast Du viel über das Thema Impfen und dessen kindgerechte Erklärung erfahren. Damit Dein Schützling sein Wissen auf spielerische Weise vertiefen kann, haben wir einen Lückentext vorbereitet. Also setzt Dich gemeinsam mit Deinem Kind auf das Sofa und setzt gemeinsam die Begriffe ein. Es wird euch sicher viel Freude bereiten. Viel Spaß beim Ausfüllen! 

Die Impfung ist ein spannendes und wichtiges Thema. Mit unseren Infos und Hinweisen zur Impfung bist Du dabei bestens für jegliche Fragen ausgestattet und kannst Deinem Kind alles rund um das Thema erklären und ihm so die Angst vor dem nächsten Arztbesuch nehmen. Doch mit einer kindgerechten Erklärung nimmst Du Deinem Schützling nicht nur die Angst, sondern förderst gleichzeitig auch noch das Interesse für spannende biologische Zusammenhänge!

Literatur

Stolten, Petra-Nicolin/ Ratschko Karl Werner (2010): Die medizinische Fachangestellte – Impfen leicht gemacht!, Hannover.

Groffik, Christian (2020): Impfen. Eine Entscheidungshilfe für Eltern, Berlin, Heidelberg.

Bröker, Barbara/ Schütt, Christine (2019): Grundwissen Immunologie, Greifswald.

FAQs zum Thema Impfung

Wann sollte ich meinem Kind das Impfen erklären?

Ein guter Zeitpunkt für Erklärungen ist dann gekommen, wenn Dein Kind nachfragt. Aber auch vor der nächsten Auffrischung kann eine Erklärung die Angst vor dem Impfen nehmen. Da dieses Thema doch recht komplex ist, sollte die Erklärung im Grundschulalter erfolgen.

Welche Nebenwirkungen kann eine Impfung haben?

Es kann zu Fieber, Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle kommen. Meist verschwinden diese Symptome nach kurzer Zeit wieder.

Mit welcher Methodik sollte das Thema Impfung vermittelt werden?

Das Thema Impfung Kindern näherzubringen ist gar nicht so einfach. Dabei können eine einfache Sprache und die Vermeidung von Fremdwörtern sehr hilfreich sein. Zudem sind spannende Versuche eine tolle Methode, um gewisse Vorgänge spielerisch zu vermitteln. 

Was darf man nach der Impfung nicht machen?

Generell gilt: Nach einer Impfung darf man seinem Alltag wie gewohnt nachgehen. Dennoch ist eine Impfung für den Körper eine Belastung. Indes sollte man in den ersten nicht übermäßig belasten. So sollten körperliche Anstrengungen, wie beispielsweise Extremsportarten, vermieden werden.

Wann sollte eine Impfung nicht erfolgen?

Generell gilt: Wer an einer akuten Infektion leidet oder gar Fieber (> 38,5°C) aufweist, sollte bis zur Genesung zunächst nicht geimpft werden. Diese sollte dann zum frühestmöglichen Zeitpunkt nachgeholt werden.

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