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Wetter für Kinder einfach erklärt

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Wetter für Kinder spielerisch erklärt

Wie macht man das Wetter für Kinder zugänglicher? Bei uns kannst Du mit Deinem Kind auf Entdeckungsreise gehen und herausfinden, wie Naturgewalten entstehen. Uns ist dabei besonders wichtig, auch den Jüngsten das Wetter praktisch und einfach zu erklären. Noch praktischer wird es anhand unserer anschaulichen Experimente.

Was ist das Wetter?

Um eine tiefergreifende Faszination für unsere Wetterphänomene herauszukitzeln, sollte das Wetter für Kinder möglichst einfach erklärt werden. Das kann zum Beispiel so aussehen: Unser Wetter besteht aus dem, was Luft, Sonne und Wasser zustande bringen. Das sieht man, wenn man an der frischen Luft ist oder aus dem Fenster sieht. Dazu gehören Regen, strahlender Sonnenschein, aber auch Hagel und Schneefall. Das Wetter ändert sich manchmal innerhalb weniger Minuten, wie Du und Dein Kind sicher schon beobachtet habt. Das ist auch der Unterschied zum Klima, das die Veränderungen von Temperatur und Niederschlag über eine größere Zeitspanne beschreibt.

Das Wetter für Kinder in den Alltag integrieren

Jeden Tag entscheidet das Wetter für unsere Kinder maßgeblich mit, wie sie ihre Freizeit, ihren Alltag, sogar ihre Kleiderwahl treffen. Das Wetter ist schließlich unser ständiger Begleiter und das Wissen darüber lässt sich dementsprechend ganz nebenbei hervorragend in den Alltag integrieren. Stellt Euch doch einmal gemeinsam folgende Fragen:

  • Welche Kleidung ist für mein Kind heute angemessen? 
  • Braucht es eine Matschhose oder darf die Badehose für den Gang ins Schwimmbad zum Einsatz kommen? 
  • Oder ist es vielleicht so bitterkalt, dass Mütze und Handschuhe gefragt sind?

Kindern die Angst vor dem Wetter nehmen

Dein Kind verkriecht sich bei Blitz und Donner unter der Decke? Eine kindgerechte Wetter-Erklärung kann ihm die Angst nehmen! Erklär Deinem Kind, woher der laute Knall oder das grelle Licht kommen! Dabei geht es gar nicht so sehr um die komplizierten physikalischen Vorgänge, sondern um einen spielerischen Umgang mit dem Wetter. Dieser sollte einfache und anschauliche Erklärungen liefern und Deinem Kind das Wetter ganz nebenbei näherbringen. Bei Veranstaltungen an der Uni Leipzig wird Kindern beispielsweise altersgerecht erklärt, welchen Einfluss der Klimawandel auf unser Wetter hat. Diesen Ansatz möchten wir aufgreifen und weiterführen!

Wetterberichte für Kinder

Das Wetter für Kinder spannend aufzubereiten, ist gar nicht so einfach. Die meisten schalten verständlicherweise schon beim Wetterbericht der Tagesschau ab. Mit den steifen Erklärungen der Meteorolog:innen können sie nur wenig anfangen. Es gibt aber auch viele Internetvideos und Fernsehsendungen, die das Wetter für Kinder nachvollziehbar aufbereiten. Die Erklärungen werden hierbei altersgerecht und spannend verpackt und kommen dementsprechend auch an.

Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender sind hier eine gute Anlaufstelle für Deinen Schützling. Die HU Berlin hat darüber hinaus spannende Lesetipps im Repertoire.

Das Wetter mit Bildern erklären

Willst Du Deinem Kind das Wetter spielerisch und intuitiv erklären, kannst Du auch Bilder zur Hilfe nehmen. Diese eignen sich nebenbei hervorragend für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Im Internet findest Du viele anschauliche Vorlagen, die Du kostenlos nutzen kannst. Vielleicht hat Dein Spross aber auch Lust, selbst kreativ zu werden. Wie wäre es dann, die verschiedenen Wetterphänomene selbst zu malen und daraus zum Beispiel ein Memoryspiel zu basteln?

Veranschaulichung über Wetterkarten

Das Wetter lässt sich für Kinder auch durch eine Wetterkarte zugänglich machen. Diese zu lesen, stellt dabei vermutlich aber erstmal eine kleine Herausforderung dar. Die Karten bestehen oft aus verschiedenen Zeichen, Symbolen und Farben, die Dein Kind vermutlich nicht auf Anhieb versteht. In den Fokus sollte bei den Erklärungen immer der farbliche Verlauf rücken. Dieser sagt aus, wie warm es bei Euch gerade oder in den nächsten Tagen ist. 

Ebenfalls wichtig sind die Symbole für Sonne, Wolken und Regen. Sie zeigen, ob und mit welchem Niederschlag man rechnet. Weniger spannend am Wetter sind für Kinder hingegen die vielen Linien, die aussagen, wo es Hoch- und Tiefdruckgebiete gibt. 

Wollt ihr nicht gerade in den Urlaub fahren, reicht eine einfache Deutschland-Karte aus. Dort wird hin und wieder mit einem Pfeil auch noch die Windrichtung und -stärke angezeigt. 

Wetterkarte für Kinder einfach erklärt
Abb. 1: Wetterkarte für Kinder erklären

Wetterphänomene

Nun wisst Ihr schon einiges über das Wetter und wie Ihr Euch diesem spannenden Thema nähern könnt. Die ersten simplen Erklärungen zu den Wetterphänomenen möchten wir Euch aber natürlich nicht vorenthalten!

Luftdruck

Der Luftdruck, ein Phänomen, das auch in der Physik erklärt wird, sorgt dafür, dass die Sonne scheint oder es regnet. Der Wert sagt aus, wie viele Luftmoleküle auf eine Fläche von 1 x 1 Zentimeter einwirken. Das heißt: Wie viel Luft drückt auf Dein Kind, ohne dass es davon etwas mitbekommt? Kalte Luft ist übrigens deswegen schwerer als warme, weil sie mehr Luftmoleküle enthält. Am höchsten ist der Luftdruck in der Regel über dem Meer. In höheren Gebieten, zum Beispiel in den Bergen, nimmt der Luftdruck für gewöhnlich ab.

Sonne

Die Sonne ist ein Stern, um den die Erde und die anderen sieben Planeten kreisen. Beim Wetter spielt sie auch eine entscheidende Rolle. Von der Erde ist sie übrigens so weit entfernt, dass selbst das Licht ganze acht Minuten braucht, um bei uns anzukommen. Die Sonne ist außerdem sehr viel größer als die Erde und unvorstellbar heiß. So heiß, dass wir ihre Wärme auf der Erde spüren können. Erstaunlich, nicht wahr? Außerdem bringt sie den Mond und viele andere Planeten zum Leuchten. Und weil die Erde in keinem geraden Winkel im Weltall steht, liegt die Nordhalbkugel im Sommer, die Südhalbkugel im Winter näher an dieser lebenswichtigen Wärmequelle. So entstehen also unsere Jahreszeiten mit einem warmen Sommer, der zum Plantschen einlädt und einem Winter, in dem es auch mal frostig kalt werden kann.

Übrigens..

Nicht nur das Wetter ist für Kinder interessant. Hat Dein Kind Interesse an unserem Universum und möchte mehr über das Weltall erfahren, gibt es vielerorts altersgerechte Lernangebote zur Astronomie.

Wind

Wind ist eine große Menge Luft, die sich gleichzeitig in eine Richtung bewegt. Wie stark sie dabei vorankommt, hängt einerseits von der Temperatur, andererseits von der Höhe ab, in der Dein Kind sich gerade befindet. 

Wandert ein Gebiet mit hohem Luftdruck in die Richtung eines mit niedrigem Luftdruck, erzeugt das einen Luftstrom. Dieser sorgt bei uns für eine manchmal unangenehme, manchmal aber auch erfrischende Kälte. Im Herbst garantiert er außerdem, dass Du und Dein Kind einen Drachen steigen oder ein Segelboot über den See gleiten lassen könnt.

Sturm

Von Sturm sprechen Wetterexperten ab einer hohen Windgeschwindigkeit von ungefähr 75 Stundenkilometer. Dabei unterscheidet man nach verschiedenen Stufen, wobei die höchste ein Orkan ist. Hier wird der Wind bis zu 117 km/h schnell und manchmal sogar noch schneller. So zügig fährt ein Auto auf der Autobahn! Deswegen kann ein Sturm auch mal richtig gefährlich werden. 

Regen

Regen ist die Form des Niederschlags, die als kleine Wassertropfen vom Himmel fällt, wenn die Wolkenpartikel zu schwer werden. Entweder versickert das Wasser dann direkt im Boden, wo es den Pflanzen als lebenswichtiger Nährstoff dient oder es gelangt ins Grundwasser und von dort aus wieder in Flüsse und Seen. Dort verdunstet es und neue Wolken entstehen. Wenn es zu stark regnet, bilden sich Pfützen, in die Dein Kind springen kann. Regnet es, zum Beispiel im Sommer, hingegen zu wenig, muss man öfter gießen, damit die Pflanzen nicht vertrocknen.

Wetter für Kinder – Der Wasserkreislauf
Abb. 2: Das Wetter für Kinder erklärt: Der globale Wasserkreislauf

Schnee

Über Schnee freuen sich im Winter nicht nur die Kinder. Die weißen Flocken bringen die Augen von Klein und Groß zum Leuchten. Das gefrorene Wasser entsteht dabei in den Wolken bei sehr niedrigen Temperaturen von weniger als -12°C, wenn sowohl sehr feine Wassertröpfchen als auch Staubteilchen vorhanden sind. 

Auf der Erde kommen dabei einzelne Flocken an, die irgendwann eine geschlossene Schneedecke bilden. Spätestens dann ist es für Deinen Schützling an der Zeit, einen Schneemann zu bauen, Schlittenfahren zu gehen oder eine lustige Schneeballschlacht zu veranstalten. Je höher man dabei in den Bergen lebt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es im Winter auch wirklich reichlich schneit. 

Hagel

Der Hagel ist eine deutlich heftigere Form des Niederschlags und wird auch in der Chemie untersucht. Hat Dein Kind sich schon mal gewundert, warum im Sommer kleine Eiskugeln vom Himmel fallen und die Landschaft für kurze Zeit weiß ist? Das sind Eisklumpen, die sich in den unteren Schichten von Gewitterwolken bilden, wenn gleichzeitig ein aufsteigender Wind vorhanden ist. Hierbei können die schweren Körner so lange anwachsen, bis der Luftstrom sie nicht mehr halten kann und sie auf den Boden fallen. Da das allerdings für gewöhnlich im Sommer geschieht, bleibt die faszinierende Eisschicht dabei in der Regel nur wenige Minuten liegen.

Gewitter

Bei einem Gewitter treffen am Himmel warme auf kalte Luftmassen. Dabei lädt sich die Luft elektrisch auf und entlädt sich plötzlich ganz schlagartig. Der Blitz, der dabei entsteht und für Forscher:innen der Naturwissenschaften überaus interessant ist, kann über einen Kilometer lang sein und sucht sich seinen Weg zur Erde. Hierbei erhitzt er die Umgebungsluft so sehr, dass sie sich ausdehnt und Schallwellen entstehen. Na, wisst ihr schon, was das bedeutet? Genau, ein Donnerschlag ist zu hören! Da sich Licht allerdings schneller bewegt als Schall, sieht man also immer erst den Blitz und hört den Donner mit Verzögerung. 

Achtung!

Da der Blitz für den Menschen wirklich gefährlich ist, solltest Du Dich mit Deinem Kind bei einem heftigen Gewitter am besten nicht im Freien aufhalten. Das Haus oder Auto bieten stattdessen einen sicheren Schutzraum. Könnt ihr weder das eine noch das andere erreichen, geht unter einem möglichst hohen Baum in die Hocke. Der Blitz schlägt nämlich für gewöhnlich an der höchsten Stelle, im besten Fall also der Baumkrone, ein.

Donner

Donner tritt bei einem Gewitter immer zusammen mit einem Blitz auf. Denn dieser ist wiederum das Resultat der elektrischen Entladung, die sich durch das Zusammentreffen von warmen Wassertropfen und kalten Hagelkörnern in einer Wolke ergibt. Dabei entstehen auf dem Weg zur Erde Temperaturen von mehr als 25.000°C, die eine enorme Druckwelle erzeugen. Diese setzt die Luft in Bewegung und es entsteht ein tosendes Krachen. Je lauter es ist, desto näher befindet sich das Zentrum des Gewitters dabei an Euch.

Blitz

Ein Blitz entsteht, wenn Hagel und Wasser innerhalb einer Wolke heftig aufeinanderprallen und sich dadurch gegenseitig elektrisch aufladen. Positiv geladene Teilchen steigen dabei nach oben, negative nach unten. Dabei entsteht eine unglaublich hohe Spannung. Diese entlädt sich dann in einem kilometerweit sichtbaren Lichtblitz vom Himmel auf die Erde. Da der Einschlag große Schäden verursachen kann, schützt man Häuser für gewöhnlich durch einen Blitzableiter. 

Das Wetter ist für Kinder ein spannendes Themenfeld. Gemeinsam könnt ihr im Alltag verschiedene Niederschlagsarten beobachten oder in einfachen und anschaulichen Experimenten nachbauen. Hilfreich ist dabei natürlich ein Grundverständnis von Physik, doch letztlich ist eine einfache Erklärung des Wetters vor allem durch praktische Beispiele unmittelbar erfahrbar.

Literatur

Beuschel-Menze, Hertha (2006): Bertelsmann Kinder Lexikon. 2. Auflage Gütersloh/München.

Sprengel-Henning, Christiane (2007): Das Wetter. 3./4. Klasse, Buxtehude.

FAQs zum Wetter für Kinder

Was ist das Wetter einfach erklärt?

Luft, Sonne und Wasser ergeben zusammen das Wetter auf der Erde. Einfach gesagt: Das Wetter ist das, was sichtbar ist, wenn Du mit Deinem Kind aus dem Fenster schaust. Es kann sich innerhalb kurzer Zeit ändern: War da eben noch der blaue Himmel, ziehen manchmal innerhalb weniger Minuten dichte Wolken auf, die Regen bringen. Das Klima hingegen beschreibt Veränderungen über einen längeren Zeitraum.

Was gibt es für Wettererscheinungen?

Neben Regen, Schnee und Hagel gibt es noch Wettererscheinungen, die mit dem Wind zusammenhängen, wie zum Beispiel richtige Stürme. Aber auch Gewitter, Blitz, Donner sowie strahlender Sonnenschein zählen zu den Wettererscheinungen. 

Wo bildet sich das Wetter?

Jetzt wird es etwas anspruchsvoller! Das Wetter bildet sich vordergründig in der untersten Schicht der Erdatmosphäre, der sogenannten Troposphäre. Die hier entstehenden Strömungen, die Sonneneinstrahlung und die Abstrahlung dieser in den Weltraum und zu den Wolken sind dabei besonders wichtig. 

Welche gefährlichen Wettererscheinungen gibt es?

So gut wie alle Wettererscheinungen können milde und für uns ungefährlich sein. Manchmal wird es aber auch richtig heikel, wodurch Verletzungs- und sogar Lebensgefahr entsteht. Das ist aber eher selten der Fall. Vorsicht ist bei Gewitter, Starkregen, Dauerregen, Glatteis, starkem Schneefall, Hitzewellen, Windböen, Hagel und Tauwetter geboten!

Stimmen die Bauernregeln zur Wetter-Erklärung wirklich?

Bauernregeln sind bei der Wetter-Erklärung für Kinder sehr oft hilfreich. Mit diesen kurzen Merksätzen kannst Du das Wetter für Kinder anschaulich machen. Obwohl die Bauernregeln oft nicht wissenschaftlich begründet sind, treffen sie in vielen Fällen erstaunlich genau zu.

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