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Urknall für Kinder

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Urknall für Kinder - Einfache Erklärung

Wie kann man den Urknall für Kinder erklären? Hier findest Du altersgerechte Erklärungen und zudem spannende Einblicke in wissenschaftliche Entdeckungen. Eine wertvolle Ergänzung ist darüber hinaus der Kurs Astronomie für Kinder. Doch nicht nur die Weiten des Weltalls sind faszinierend für junge Entdecker. Das Verständnis für naturwissenschaftliche Phänomene im Alltag kann z.B. durch Experimente für Kinder verdeutlicht werden.

Was ist der Urknall?

Der Urknall für Kinder lässt sich am besten mit der Vorstellung einer Explosion erklären. Deshalb spricht man auch vom „Big Bang“. Dabei entstanden die Bausteine, aus denen unser Kosmos und somit alle Dinge und Lebewesen zusammengesetzt sind. Das ist eine wissenschaftlich anerkannte Theorie zur Entstehung von Raum, Zeit und Materie. Zu diesem Thema erfährt Dein Kind etwas in unserem Chemie Kurs. Mehr über die Natur erfahren – über Tiere, Pflanzen oder Bakterien – kann Dein Kind zudem in spannend aufbereiteten Kursen über Biologie. Hier entdeckt es u.a. auch mehr über frühere Lebensformen. Möchtest Du Deinem Kind zudem spielerisch-praktischen Zugang zu Phänomenen auf unserem Planeten geben? Dann ist sicherlich ein Workshop in Naturwissenschaften für Kinder die richtige Wahl. Bei offenen Fragen stehen wir Dir mit unserer Hausaufgabenbetreuung jederzeit tatkräftig zur Seite.

Die Theorie vom großen Knall hat sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts entwickelt: Demzufolge hat sich das Weltall von einem kleinen Punkt bis zu unendlichen Weiten hin ausgedehnt. Ein amerikanischer Astronom, Edwin Hubble, (Vgl. Sarov, 1994) hat entdeckt, dass sich die Himmelskörper voneinander wegbewegen und mehr Raum zwischen ihnen entsteht. Du kannst das Deinem Kind mit einem einfachen Versuch veranschaulichen. Male Tupfen auf einen Luftballon: Wenn Du ihn aufbläst, entfernen sich die Punkte immer weiter voneinander. Denn vielleicht ist Dein Kind ein guter Beobachter und fasziniert von Naturgesetzen. Dann kann es in speziellen Kursen mehr über Physik lernen.

Was war vor dem Urknall?

Um den Urknall für Kinder oder das Davor zu erklären, müssen wir uns vor Augen halten, dass vieles offen ist (Vgl. Bojowald, 2010). Viele glauben, dass vorher nichts war. Wie stellt sich Dein Kind dabei dieses „Nichts“ vor? Es gibt keine falschen Antworten, denn auch Wissenschaftler oder Philosophen fragen sich, wie aus dem Nichts überhaupt etwas entstehen konnte.

Urknall für Kinder: Entstehung des Weltalls aus dem Nichts
Abb. 1: Der Urknall für Kinder erklärt – Entstand unser Universum aus dem Nichts?

Manche denken, dass sich der Big Bang schon ewig wiederholt, dass es mehrere Universen nebeneinander gibt oder, dass sich das Universum selbst geschaffen hat. Dieses Thema ist für Kinder Kinder nicht leicht zu begreifen. Im Rahmen der Kinderbetreuung besprechen unsere Trainer offene Fragen daher auf pädagogisch wertvolle Art.

Urknall für Kinder erklärt: Was passierte genau?

Wo es genau passierte, weiß man nicht, denn davor gab es weder Zeit noch Raum. Die Wissenschaftler können nur sagen wann, nämlich vor etwa 14 Milliarden Jahren. Alles ging von einem winzig kleinen Punkt aus. Das wird zudem auch als „Singularität“ bezeichnet (Vgl Priester, 1995).

Forscher an der Universität Göttingen versuchen herauszufinden, wie denn das frühe Universum ausgesehen hat. Etwa zehn bis 30 Sekunden nach dem großen Knall soll der Kosmos bereits die Größe einer Grapefruit gehabt haben. Auch Kräfte, wie die Anziehungskraft oder Gravitation, haben sich zudem schon gebildet. Unser Sonnensystem ist etwa 4,5 Milliarden Jahre alt und wird erforscht, z.B. an der Universität Zürich, um das Rätsel des Ursprungs zu lösen. Hierzu führen die Wissenschaftler Experimente durch.

Tabelle 1: Zeitreise – Urknall & Entstehung der Welt

EreignisZeitAuswirkung
Big Bangvor ca. 13,8 Mrd. JahrenEntstehung der Welt
Atome und ElementarteilchenSekunden bis Minuten nach dem Big BangBausteine des Kosmos, des Lebens
Entstehung erster Sterne180 Mio. Jahre nach dem Big Bangfrühester Nachweis von Wasserstoff im Universum
Erdeca. 4,5 Mrd. Jahre altLeben und die Atmosphäre entwickeln sich
Entstehung von Lebenvor ca. 3,7 Mrd. Jahrenzunächst einfache Bakterien
Dinosauriervor ca. 225 Mio. Jahrenbis vor 65 Mio. Jahren; dann Zeitalter der Säugetiere bis heute
Homo Sapiens / Menschen wie Du und ichvor ca. 195.000 Jahrenbis heute

Welche Theorien gibt es? Urknall für Kinder

Darüber, wie alles begann, haben sich die Menschen immer schon den Kopf zerbrochen (Vgl. Christian, 2020). Dazu gibt es die unterschiedlichsten Theorien. Aristoteles, ein griechischer Philosoph, ging davon aus, dass es die Welt schon ewig gibt und, dass das auch so bleibt. Viele Religionen erklären unsere Existenz mit einer göttlichen Macht.

Die Big Bang Theorie ist heute in der Wissenschaft die am häufigsten akzeptierte Erklärung zur Entstehung unseres Kosmos. Viele Forscher sagen, dass vor dem großen Knall das Universum in einem immens heißen und verdichteten Zustand war. Andere gehen aber davon aus, dass aufeinanderprallende Atome den Big Bang ausgelöst haben. Viele Forschungseinrichtungen z.B. auch die Universität Innsbruck befassen sich damit.

Übrigens:

Wusstest du, dass bei der Forschung am Urknall auch das World Wide Web entwickelt wurde? Das WWW wurde 1989 am CERN entwickelt, um den Forschern die Kommunikation untereinander einfacher zu machen. Das Konzept wurde dann der Öffentlichkeit zur freien Verfügung gestellt.

Praktische Versuche in der Forschung

Forscher, etwa an der Universität Hamburg sind damit beschäftigt, die Entstehung des Weltraums zu entschlüsseln. Mittels spezieller Teleskope werden z.B. Signale aus den Anfängen des Kosmos empfangen und ausgewertet. Zudem gehen vor allem Physiker am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) der Frage nach, wie der Kosmos kurz nach dem Big Bang beschaffen war. Mit der sogenannten Weltmaschine LHC (Large Hadron Collider) – einem gigantischen Teilchenbeschleuniger – machen sie Versuche zum Aufbau der Materie. Zudem werden auch Kräfte, wie die Erdanziehungskraft untersucht.

Lückentext zum Urknall für Kinder

Damit Dein Kind sein Wissen überprüfen kann, haben wir einen Lückentext erstellt. Dadurch wird auch spielerisch das Besprochene gefestigt. Denn gerade durch Wiederholen kannst Du Dein Kind bei einer nachhaltigen Wissensvermittlung unterstützen (Vgl. Bönsch, 2005). Am Ende könnt Ihr Eure Antworten mit dem Lösungsblatt überprüfen.

Um unser System nicht aus den Augen zu verlieren, kannst Du deshalb mit Deinem Kind zwischendurch alle Planeten aufzählen: Unser roter Nachbar heißt Mars. Und wer zieht auf der anderen Seite seine Bahnen? Genau, das ist die Venus. Das sind sogenannte Steinplaneten. Der kleinste ist Merkur.

Die größeren werden als Gasgiganten bezeichnet, da sie sehr leicht sind und überwiegend aus Wasserstoff und Helium bestehen. Der größte ist Jupiter. Obwohl er so riesig ist, dreht er sich am schnellsten. Der sechste Planet im System ist Saturn. Dass es hier sehr windig ist, zeigt sich an den hellen und dunklen Streifen. Der siebte Planet heißt Uranus. Weil er sehr langsam ist, braucht er für eine Runde um die Sonne 84 Jahre.

Der achte und letzte Planet ist Neptun. Kannst Du Dir vorstellen, dass ein Jahr hier beinahe 165 Erdenjahre dauert? Am weitesten von uns entfernt ist schlussendlich noch der Zwergplanet Pluto. Da er sehr klein ist, sogar im Vergleich zu unserem Mond, sagt man, dass er kein Planet ist.

Das Thema Urknall für Kinder regt auch uns Große an, uns über den Ursprung unserer Existenz Gedanken zu machen. Je tiefer wir in die Materie eintauchen, desto interessanter und gleichzeitig rätselhafter wird es. Es gibt bereits viele Erkenntnisse aber genauso viele noch offene Fragen dazu. Es bleibt also demnach noch länger spannend.

Literatur

Bönsch, Manfred (2005): Nachhaltiges Lernen durch Üben und Wiederholen, Baltmannsweiler, Schneider-Verlag Hohengehren.

Bojowald, Martin (2010): Zurück vor den Urknall: die ganze Geschichte des Universums, Frankfurt, Fischer Verlag.

Christian, David (2020): Big History: die Geschichte der Welt – vom Urknall bis zur Zukunft der Menschheit, München, Piper Verlag.

Priester, Wolfgang (1995): Über den Ursprung des Universums: das Problem der Singularität, Opladen, Westdt. Verlag.

Sarov, Aleksandr S. (1994): Edwin Hubble: der Mann, der den Urknall entdeckte, Basel-Boston-Berlin, Birkhäuser Verlag.

FAQs zum Urknall für Kinder

Gibt es Beweise für den Urknall?

Die Entdeckung des Astronomen Edwin Hubble, dass das Universum wächst, konnte inzwischen bestätigt werden. Daher geht man davon aus, dass der Weltraum früher ein kleiner Punkt war, der sich nach dem Knall zunächst sehr schnell ausdehnte.

Warum ist die kosmische Hintergrundstrahlung von Bedeutung, wenn man den Urknall für Kinder erklärt?

Diese Strahlung, die Forscher heute messen, stammt aus der Zeit kurz nach dem Big Bang (etwa 380.000 Jahre danach). Deshalb ist sie ein wichtiger Blick in die Frühzeit des Weltalls und gilt ebenfalls als Beweis für den großen Knall.

Wieso wissen Forscher, dass der Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren geschah?

An der Lichtstrahlung der Galaxien kann man messen, dass sie sich voneinander wegbewegen. Wenn Experten an den Punkt zurückrechnen, wo sich alles ganz nah war, kommen sie auf diese Zahl.

Urknall für Kinder hinterfragt: Wo ist das passiert?

Da es offenbar vor dem großen Knall nichts gab – keinen Raum und keine Zeit – wissen wir auch nicht wo er stattgefunden hat. Erst danach machen Begriffe wie Raum oder Zeitpunkt einen Sinn.

Wie kann man den Auslöser für den Urknall für Kinder erklären?

Was ihn wirklich ausgelöst hat, ist unklar. Der Big Bang selbst ist eine Theorie – das heißt, die beste Erklärung für die Entstehung des Kosmos, die es derzeit gibt. Daher siehst du, dass es hier noch viel zu forschen gibt.

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