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Neptun Planet Steckbrief

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Neptun Steckbrief für Kinder

In diesem Neptun Steckbrief erfährst Du, wieso wir in klaren Nächten alle Planeten sehen – bis auf Neptun. Außerdem bieten wir Dir die Möglichkeit, Dein Kind für einen Kurs in Physik oder Astronomie zu begeistern und zeigen Dir, wie Du durch Experimente diesen kalten Planeten erlebbar machen kannst.

Was ist Neptun?

Unser Neptun Steckbrief beginnt mit dem Arm der Milchstraße, in dem sich unser System befindet. Jeder Planet umkreist unsere Sonne auf einer Umlaufbahn und wird von ihr mehr oder weniger stark angestrahlt. Im Gegensatz zu Merkur, der nächste Planet an unserer heißen Sonnenscheibe, sind andere so weit entfernt, dass diese kaum erwärmt werden. Zu diesen fernen Planeten zählt auch Neptun.

Die Menschheit hat ihn bis heute nur einmal gesehen. Die Reise dorthin dauerte 10 Jahre und 62 Tage. Mit einer Entfernung von 4.5 Millionen Kilometern ist er der letzte uns bekannte Planet (vgl. Moltenbrey, 2019). Das liegt 30-mal weiter entfernt als die Erde und erklärt, wieso er nur einen winzigen Teil des Lichtes der Sonnenscheibe bekommt (vgl. Glover u. a., 2005). Mit seinem Nachbarplaneten gehört er deshalb zu den Eisriesen. Dabei unterscheiden sich die kalten Riesen stark voneinander. Diese Unterschiede können laut der Universität Zürich durch eine Kollision entstanden sein.

Diese Besonderheiten machen ihn zu einem spannenden Planeten, der sich mit vielen Experimenten erforschen lässt und Einblicke in die Astronomie bietet. Dein Kind möchte ein richtiger Weltraum-Experte werden? Noch mehr spannende Themen haben wir in unserem Bereich Nachhilfe Grundschule zusammengestellt.

Gewusst?

Nicht nur unser Heimatplanet besitzt einen Mond. In diesem Neptun Steckbrief erfährst Du, dass dieser Eisriese 14 Satelliten besitzt. Der Größte ist ungefähr so groß wie Pluto und heißt Triton. Die Universität Stuttgart geht davon aus, dass Triton ebenfalls ein Zwergplanet sein könnte.

Neptun Steckbrief für Kinder

In diesem Neptun Steckbrief darf die Rotationsdauer des Eisplaneten nicht fehlen. Diese ist kürzer als auf unserem Heimatplaneten. Auf dem blauen Eisriesen ist ein Tag deshalb nur 16 Stunden lang. Um sich einmal um unser Zentralgestirn zu drehen, braucht er außerdem 165 Erdjahre. Ein Mensch könnte auf ihm also nicht einmal 1 Jahr alt werden! Wegen seiner Neigung besitzt er zudem auch Jahreszeiten. Während wir alle drei Monate einen Wetterwechsel verspüren, dauert dies auf dem letzten Planeten mehr als 40 Jahre. Es würde also unglaublich lange Winter herrschen!

Die durchschnittliche Temperatur beträgt auf diesem Planeten -201 °C. Im Vergleich zu unserem Planeten herrschen hier also immer winterliche Temperaturen.

Die Welt der Planeten ist spannend und vielfältig, daher bietet Neptun für Kinder in der Vorschule einen wunderbaren und kinngerechten Startpunkt in die Naturwissenschaften. Du solltest Deinen Sprössling dazu einladen, sich mit seiner eigenen Umwelt auseinanderzusetzen und diese zu erforschen. Durch Vergleiche kann dieser Eisplanet auch die Tür zur Biologie eröffnen.

Tabelle 1: Neptun Steckbrief – Vergleiche für Kinder

MerkmaleNeptunVergleich 
Planetenart Einer der Gasplaneten und wegen seiner Kälte auch Eisplanet genannt.Um Gas und seine Eigenschaften erlebbar zu machen, kannst Du zum Beispiel einen Ballon voller Helium nutzen.
GrößeFünftgrößte Planet unseres Systems.Wäre unser Planet eine Kirsche, dann wäre Neptun eine Mandarine.
TemperaturDurchschnittstemperatur von 
-201° C.
So tief sinkt die Temperatur auf unserem Planeten nicht, jedoch kann die Kälte durch Kühlgeräte simuliert werden.

Kinder wollen wissen: Aus was besteht er?

Im Allgemeinen wird zwischen Planeten aus Gestein und Gas unterschieden. Wie unser Planet besteht auch der Mars aus Gestein. Im Gegensatz dazu gibt es Gasplaneten. Zu dieser Gruppe gehört auch der größte Planet: Jupiter. Gasplaneten bestehen zum Hauptteil aus leichten Gasen wie Wasserstoff, Helium und Methan. Weitere spannende Fakten zu diesen Elementen lernt Dein Kind in einem Chemie Workshop.

Im Neptun Steckbrief erfährst Du, dass dieser Planet auch aus Gasen zusammengesetzt ist. In seinem Inneren findet sich ein Kern aus Gestein und Eis und um diesen herum hat sich ein Mantel aus Wasser, Methaneis und Ammoniak gebildet. Im Gegensatz zu dem von Saturn, besteht sein Mantel also nicht aus metallischem Wasserstoff, wie auch die Universität Hamburg bestätigt. Um den Mantel befindet sich Neptuns Atmosphäre, die aus Wasserstoff, Helium und Methan besteht. Auch auf unserem Planeten findet man diese chemischen Elemente. Methan ist zudem mitverantwortlich für den Klimawandel. Denn es ist eines der Gase, die eine große Rolle beim sogenannten Treibhauseffekt spielen.

Eine Besonderheit des Neptun Steckbriefs ist die Temperatur des Eisplaneten. Denn laut der Wissenschaft sollte er eigentlich noch kälter sein: Er strahlt 2,7-mal mehr Energie aus, als er von den Sonnenstrahlen aufnimmt. Man geht deshalb von einem radioaktiven Prozess aus, der im Kern stattfindet und ihn erwärmt (vgl. Moltenbrey, 2019).

Neptun Steckbrief: Der Aufbau
Abb. 1: Neptun Steckbrief – Der Aufbau

Neptun Steckbrief – Entfernung zu unserem Zentralgestirn 

Im Neptun Steckbrief wurde schon erwähnt, dass dieser am weitesten von unserem Zentralgestirn entfernt ist. Doch was genau bedeutet das? Was sind 4.5 Millionen Kilometer? Die Dimensionen im Weltall sind nur schwer vorstellbar. Mit Vergleichen kann man dennoch ein Verständnis erlangen. Stellt man sich die Sonne als einen Hüpfball vor, dann wäre die Erde eine Erbse (vgl. Braun, 2018). Der Neptun könnte für Kinder durch einen Tischtennisball dargestellt werden. Doch während unser Planet nur etwa 60 große Schritte entfernt ist, müsste man zu Neptun Kilometer laufen. Viele praktische Beispiel findest Du zudem in unserer Rubrik Hausaufgabenbetreuung.

Die Witterung auf dem Neptun für Kinder erklärt

Eine weitere Besonderheit, die wir im Neptun Steckbrief nicht vergessen sollten, ist das Wetter. Schon Abbildung 2 lässt Wolken und Stürme erahnen. Und tatsächlich herrschen hier die stärksten uns bekannten Winde. Diese Stürme können bis zu 2200 Kilometer pro Stunde erreichen (vgl. Glover u. a., 2005). Mit dieser Geschwindigkeit durchbrechen sie teilweise sogar den Bereich des Ultraschalls (vgl. Moltenbrey, 2019). Wir erleben das Durchbrechen der Schallmauer nur, wenn ein Düsenflugzeug über uns hinwegfliegt und wir einen lauten Knall hören. Die Stürme verursachen also wahrscheinlich sehr viel Lärm.

Neptun Steckbrief Aussehen
Abb. 2: Das Aussehen – Neptun Steckbrief; Quelle: NASA

Wer hat ihn entdeckt?

Auch die Entdeckung des Planeten macht Neptun für Kinder zu einem guten Beispiel für das Wissen, das wir mithilfe der Mathematik erlangen können. Denn er ist der erste Himmelskörper, dessen Position errechnet wurde und damit eine neue Ära in der Astronomie einläutete.

Schon im Altertum wurden Planeten aufgrund ihrer Helligkeit entdeckt, denn man konnte sie mit bloßem Auge erkennen. In klaren dunklen Nächten können wir das natürlich auch heute noch. Vielleicht kannst Du mit Deinem Kind einmal in der Dunkelheit gemeinsam nach oben schauen. Finde im Vorfeld heraus, welche Planeten gerade sichtbar sind und wo genau Ihr hinsehen müsst, um sie zu entdecken. Neptuns Nachbarplanet wurde mithilfe eines Fernrohres gefunden. Doch auch hier war es eine zufällige Entdeckung. Mit den Fortschritten in der Mathematik konnte man bald die Position und die Umlaufbahn der Planeten kalkulieren. Doch es stellte sich heraus, dass Uranus nicht an der Stelle war, die man ausgerechnet hatte. Die einzige Erklärung für diese Abweichung war, dass eine Kraft eines anderen Planeten auf ihn einwirkte. Es musste also einen weiteren Planeten geben, der noch weiter draußen im All lag.

1846 stelle der französische Mathematiker und Astronom Urbain LeVerrier die Rechnung auf, die diesen unbekannten Planeten positionieren sollte. Er schickte seine Kalkulation an den deutschen Astronom Johann Gottfried Galle an der Sternenwarte Berlin. Innerhalb weniger Minuten fand dieser den neuen Planeten auf der vorhergesagten Umlaufbahn (vgl. Moltenbrey, 2019). Durch diese Entdeckungsgeschichte ist Neptun für Kinder besonders spannend.

Kinder fragen: Ist er ein Gott?

Auch in der Mythologie kommt dieser Name vor. Im Neptun Steckbrief sollte also der namensgebende Gott nicht fehlen. Dieser galt nach damaliger Vorstellung neben seinen Brüdern Zeus und Hades als einer der Herrscher der Welt. Neptun war dabei für das Meer verantwortlich. Sein Name passt daher sehr gut zu dem blauen Eisplaneten. Weitere Infos finden sich im Göttersteckbrief der Ruhr-Universität Bochum

Bei den Griechen hieß er Poseidon, doch es handelt sich um die gleiche Gottheit. Die Römer änderten lediglich die Namen der Götter. Auch Poseidon galt als Herrscher der Meere. Einer seiner Söhne war Triton. Diesen Namen finden wir ebenso im Universum und weiter oben in unserem Steckbrief wieder (vgl. Inkiow, 2007).

Insofern kann Neptun für Kinder nicht nur naturwissenschaftliche Welten öffnen. Du kannst ihn auch als Einstieg in eine Geschichtsstunde über die alten Römer und Griechen nutzen. Denn viele Planeten wurden nach mythologischen Figuren benannt: So wie unser Nachbarplanet Venus, der seinen Namen von der römischen Göttin der Liebe und Schönheit hat.

Neptun Steckbrief – Ein Versuch

Du hast nun viel über diesen Planeten erfahren und kannst Dein Wissen weitergeben. Kinder lernen am besten durch eigene Erlebnisse. Wir haben Dir deshalb einen Neptun Versuch zum Nachmachen erstellt, der sich außerdem sehr gut für das Homeschooling eignet. Dieses macht seine Temperatur als physikalische Größe am Beispiel des Trabanten Tritons erlebbar, den wir bereits aus dem Neptun Steckbrief kennen.

Neptun ist ein faszinierender Planet und bietet eine Menge zu entdecken. Dies macht ihn zu einem perfekten Einstieg in das Sonnensystem sowie in die Welt der Naturwissenschaften und sogar der Mythologie. Und obwohl wir ihn am Himmel nie sehen, erinnern uns die kalten Tage an die eisige Witterung auf diesem Planeten.

Literatur

Braun, Christina (2018): Was ist Was Erstes Lesen: Planeten, Nürnberg.

Glover, Linda K./ Chaikin, Andrew/ Daniels, Patricia S./ Gianopoulos, Andrea/ Malay, Jonathan T. (2005): Die große National-Geographic-Enzyklopädie Weltall, Hamburg.

Inkiow, Dimiter (2007): Die spannendsten griechischen Sagen: Neu erzählt von Dimiter Inkiow, Hamburg.

Moltenbrey, Michael (2019): Ausflug ins äußere Sonnensystem: Trojaner, Puck und Co., Wiesbaden.

FAQs zum Neptun Steckbrief

Wie alt muss mein Kind sein, um den Neptun Steckbrief zu verstehen?

Die Wissenschaft über unsere Sterne, Planeten und das Universum können sehr kompliziert sein. Dennoch sehen Kinder bereits, dass es Tag und Nacht wird. Auch dies ist auf astronomische Phänomene zurückzuführen. Daher bietet Neptun für Kinder aller Altersklassen spannende Fragen.

Kann Neptun für Kinder genutzt werden, um die verschiedenen Himmelskörper zu erlernen?

In unserem Neptun Steckbrief finden sich schon einige der verschiedene Himmelskörper. Doch es gibt noch weitere spannende kosmische Körper, die Du mit Deinem Kind erforschen kannst. Dabei kann er als Startpunkt dienen und die Reise dann weiter zu den anderen Zwergplaneten und Plutoiden gehen. 

Wieso steht im Neptun Steckbrief, dass er nur einmal gesichtet wurde?

Bis heute haben wir Neptun erst ein einziges Mal auf Aufnahmen der Voyager 2 gesehen. Der Abflug der Raumsonde wurde bis ins Detail berechnet und geplant. Es musste zudem ein Datum errechnet werden, bei dem alle äußeren Planeten in einer Linie liegen. Dies kommt aber nur alle 175 Jahre vor (vgl. Moltenbrey, 2019).

Wieso wird Neptun im Steckbrief als letzter Planet bezeichnet?

Hinter Neptun befinden sich noch weitere Himmelskörper, jedoch keine Planeten. Um ein Planet zu sein, muss der Himmelskörper um unseren Fixstern kreisen, zu einer Kugel geformt sein und eine Umlaufbahn für sich haben.

Warum erscheint er blau? – Neptun Steckbrief

Du hast schon erfahren, dass die gasförmige Hülle des Neptuns zum Teil aus Methan besteht. Dieses Gas absorbiert vor allem rote Lichtstrahlen und reflektiert die blauen und grünen. Der Planet sieht deshalb für uns blau aus.

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