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Rechtschreibung üben – 6 Tipps

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Rechtschreibung üben - Tipps

Wenn es darum geht, die Rechtschreibung zu üben, sind unsere Jüngsten oftmals schnell frustriert. Denn schließlich kann die deutsche Sprache ziemlich verwirrend sein. Doch keine Sorge! Mithilfe verschiedener Lernmethoden, einfachen Tricks und einer individuellen Unterstützung machen die Kids schnell Fortschritte. Sollten nach diesem Beitrag immer noch Fragen offen sein, schau doch gerne einmal bei unserer Deutsch Nachhilfe vorbei. Dort besprechen wir die wichtigsten Rechtschreibregeln.

Wie kann man am besten die Rechtschreibung üben? 

Da beim Schreiben unterschiedliche Sinne angesprochen werden, gibt es vielfältige Möglichkeiten, um eine korrekte Rechtschreibung zu fördern. Wichtig dabei ist, dass Du Deinen Schützling dort abholst, wo er im Moment steht. Denn eine Unterforderung langweilt. Eine Überforderung kann hingegen schnell frustrieren. Darüber hinaus darf beim Lernen auch der Spaß nicht fehlen. 

Wann sollten Kinder die Orthografie beherrschen? 

Da der Schrifterwerb einen langen Prozess darstellt, kommt die Orthografie erst später dazu. Daher ist eine gezielte und individuelle Förderung der Rechtschreibkompetenz ab der dritten Klasse zu empfehlen. Dabei gilt, solange unsere Jüngsten mit Freude die Rechtschreibung üben, fällt es ihnen umso leichter.

Außerdem dürfen wir nicht vergessen: Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo. Wenn Dein Schützling also in der zweiten Klasse zum Beispiel die Groß- und Kleinschreibung noch nicht beherrscht oder die Schärfung durch „ck“ nicht erkennt, ist das vollkommen in Ordnung. Weist Dein Kind jedoch auch nach längerer Übung der Schwachstellen Probleme auf und ist keine Besserung zu beobachten, solltest Du unbedingt das Gespräch mit dem/der Lehrer:in suchen. Auf diese Weise kann eine mögliche Lese-Rechtschreib-Schwäche abgeklärt werden.

6 Tipps zur Verbesserung der Rechtschreibung

Du möchtest Dein Kind beim Üben der Rechtschreibung unterstützen? Dafür haben wir 6 hilfreiche Tipps für Dich zusammengefasst. So wird die Orthografie für Deinen Spross zum Kinderspiel!

1. Die Rechtschreibung mit ABC-Spielen verbessern 

Buchstaben bilden das Grundgerüst unserer Sprache. Daher ist es besonders wichtig, dass Kinder sich schon vom ersten Schultag an mit der Welt der Buchstaben beschäftigen. Dafür eignen sich zum Beispiel ABC-Spiele, um ein ausgeprägtes sprachliches Bewusstsein zu entwickeln und einzelne Fehlerwörter gezielt zu vertiefen. So kannst Du zum Beispiel die häufigsten Fehlerwörter Deines Kindes auf verschiedene Karten aufschreiben. Allerdings ordnest Du die Buchstaben der Wörter in der falschen Reihenfolge an. Dein Kind kann nun eine der Karten ziehen und muss im nächsten Schritt das Wort korrekt aufschreiben. Mit diesem ABC-Spiel prägen sich garantiert keine falschen Wortbilder mehr ein.

2. Viel lesen 

Dieser Tipp klingt zu einfach, um wahr zu sein. Doch viel lesen ist oft der Schlüssel zu einer einwandfreie Rechtschreibung. Denn schließlich gilt: Kinder, denen schon im Kleinkindalter vorgelesen wurde, zeichnen sich später durch ein ausgeprägtes Sprachgefühl und somit auch eine bessere Rechtschreibung aus. Achte jedoch darauf, dass Du die neuste Auflage eines Buches auswählst, da hier die neusten Rechtschreibregeln angewendet werden.

Mit Lesen die Rechtschreibung üben
Abb.1: Vorlesen hilft beim Üben der Rechtschreibung

3. Medienvielfalt nutzen

Du willst das Üben der Rechtschreibung zu einem ganz besonderen Erlebnis machen und dadurch die Motivation erhöhen? Dann mach Dir die kindliche Faszination für Tablet, Handy & Co. zunutze. So gibt es zum Beispiel verschiedene Apps, die unterhaltsame Kurzgeschichten vorlesen. Diese sollen anschließend Satz für Satz aufgeschrieben werden.

4. Fehlerwörter gezielt üben

Eine weitere Möglichkeit, um die Rechtschreibung Deines Kindes zu verbessern, ist das gezielte Üben bestimmter Fehler oder Schreibweisen, die man sich nur schwer merken kann. Zum Üben der Rechtschreibung hat sich der Karteikasten als eine altbewährte Methode herausgestellt. Ein Wort, dass Dein Kind im Diktat oder beim Lösen der Hausaufgaben falsch geschrieben hat, schreibt es zunächst richtig auf die Karteikarte und unterstreicht die Stelle, an dem ihm der Fehler unterlaufen ist. Handelt es sich beim Fehlerwort um ein Nomen, wird zusätzlich noch der Artikel hinzugeschrieben. Dies hilft dabei, die Groß- und Kleinschreibung zu verinnerlichen. 

5. Fehler nicht negativ bewerten 

Insbesondere in den ersten Schuljahren eignen sich unsere Jüngsten eine Menge Wissen an. So lernen sie nicht nur die Rechtschreibregeln kennen, sondern werden auch an mathematische Aufgaben herangeführt. Da sind Fehler oftmals vorprogrammiert. Natürlich sollst Du Dein Kind auf diese aufmerksam machen und korrigieren. Jedoch solltest Du darauf achten, diese nicht negativ zu kommentieren und Deinem Schützling so den Eindruck zu vermitteln, dass er sein Lernziel nicht erreicht hat.

6. Erfolgserlebnisse schaffen 

Das korrekte Schreiben von Wörtern kann manchmal eine ziemlich komplizierte Sache sein. So klappt nicht immer alles auf Anhieb. Indes brauchen manche Kinder dafür etwas länger und müssen mehr Zeit investieren. Auf Dauer kann das für unsere Kleinen ziemlich frustrierend sein. Dabei sind Erfolgserlebnisse für den Schrifterwerb essenziell. Denn ein Kind, welches in regelmäßigen Abständen kleine Erfolgserlebnisse verzeichnet, baut ein größeres Selbstbewusstsein auf. Daher sollte das Üben der Rechtschreibung so gestaltet werden, dass regelmäßige Erfolgserlebnisse garantiert sind.

Die wichtigsten Rechtschreibregeln

Alle Rechtschreibregeln zu behalten und richtig anzuwenden, stellt viele Kinder vor eine große Herausforderung. Daher haben wir im Folgenden die wichtigsten Rechtschreibregeln zusammenfasst, die man auf jeden Fall kennen sollte. Falls Dir das nicht reichen sollte, findest Du im Regelwerk für deutsche Rechtschreibung alle Regeln übersichtlich erklärt. Doch jetzt schauen wir uns erstmal die Grundlagen der Rechtschreibung an.

Kurze und lange Vokale 

Manchmal werden Wörter nicht so geschrieben, wie man sie hört. Das kann ziemlich verwirrend sein. Doch keine Sorge! Mit dieser Regel bringst Du etwas Licht in die Welt der Buchstaben. Sprecht doch mal die beiden Wörter „wohnen“ und „Wonne“ aus. Fällt Euch dabei etwas auf? Richtig! Den Buchstaben „o“ im Wort „wohnen“ sprecht Ihr viel länger aus als im Wort „Wonne“. Genauso sollte man beim Schreiben eines jeden Wortes vorgehen.

Dehnungs-h 

Wenn Ihr einen langen Vokal hört, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Wort zu verschriftlichen. Im Deutschen nennt man das auch Dehnung. Hört Ihr beim Reden einen langen Vokal, ist es sehr wahrscheinlich, dass als Nächstes ein -h folgt. Denn es dehnt sich schließlich ein Vokal. Zudem wird ein Dehnungs-h vor den Konsonanten m, nund verwendet. Das Dehnungs-h findet Ihr zum Beispiel in Wörtern wie bezahlenGefahrMehl, stehlenBahn oder Ohren.

Merksatz:

Das stumme h,

das freut uns sehr,

steht meist vor l, mn und r.

I wird zu ie 

Doch das war noch längst nicht alles! Wird das „i“ lang gesprochen, wird es zum „ie“. Meist ist dies der Fall, wenn sich das lange „i“ in einer betonten Silbe befindet. Dann spricht man von einer offenen Silbe. Befindet sich das „i“ in einer unbetonten Silbe, so wird es mit einem einfachen „i“ geschrieben. Die Silbe ist dann geschlossen. Damit Ihr Euch das Ganze vorstellen könnt, haben wir zwei Beispiele im Repertoire:

Lie-be (langes „i“ in betonter offener Silbe)

Win-ter (kurzes „i“ in betonter geschlossener Silbe)

Achtung!

Wie bei jeder Regel gibt es auch hier Ausnahmen. Die Personalpronomen (ihr, ihm, ihn) sind die einzige Ausnahme, in dem ein „h“ das „i“ verlängert.

Ableitung vom Wortstamm 

Beim Wortstamm handelt es sich in den meisten Fällen um den unveränderlichen Teil eines Wortes, an den man Endungen anhängen kann. Dabei ist der Wortstamm sehr leicht zu erkennen, da er immer gleich geschrieben wird, z. B.: der Lauf und laufen. Hierdurch lassen sich Rückschlüsse auf die korrekte Rechtschreibung schließen. Da das Wort Laufen mit einem „f“ geschrieben wird, enthält das Wort laufen ebenso ein „f“ und nicht etwa ein „v“. Weitere Beispiele sind etwa:

  • alt – älter
  • Gefahr – gefährlich
  • Zahn – Zähne

Groß- und Kleinschreibung 

Im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen muss man im Deutschen zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden. Doch wann schreibt man Wörter eigentlich groß und wann klein? Oft ist das gar nicht mal so einfach! Daher haben wir die wichtigsten Regeln zur Groß- und Kleinschreibung in einem eigenen Beitrag für Euch zusammengefasst.

Arbeitsblatt mit Rechtschreibübungen

Nun kennt Ihr die wichtigsten Regeln der Rechtschreibung. Zum Üben haben wir ein Übungsblatt zum Thema samt Lösungen vorbereitet. Somit steht dem erfolgreichen Lernen nichts mehr im Wege. Wir wünschen Euch dabei viel Spaß!

Eine gute Rechtschreibung ist in vielen Lebensbereichen der Schlüssel zum Erfolg. Um Dein Kind angemessen zu unterstützen, solltet Ihr sie dementsprechend regelmäßig üben. Dabei sollte beim Lernen stets auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden. Denn mit Freude und ohne Druck fällt es den Kids deutlich leichter.

Literatur 

Kuhl, Tobias (2020): Rechtschreibung in der Grundschule, 1. Auflage Wiesbaden.

Tacke, Gero (2021): 10-Minuten-Rechtschreibtraining für zu Hause, 13. Auflage.

FAQs – Rechtschreibung üben 

Wie kann ich mit meinem Kind die Rechtschreibung üben?

Spaß ist die Grundvoraussetzung für einen langfristigen Lernerfolg. Eine tolle Möglichkeit, um die Rechtschreibung zu üben, sind zum Beispiel kreative Übungsdiktate, Sprachspiele oder lustige Buchstabengeschichten. Aber auch mit dem Rechtschreibemonster der Universität Münster kann man die Rechtschreibregeln spielend lernen.

Wann sollte mein Kind die Rechtschreibung beherrschen?

In der Regel kommt Dein Kind erst in der dritten Klasse mit den Rechtschreibregeln in Berührung. Doch bevor Dein Kind die richtige Rechtschreibung kennenlernt, sollte es erst einmal das ABC beherrschen, denn die richtige Aussprache der Buchstaben ist neben dem korrekten Schreiben ein wichtiger Schritt für die Schreibkompetenz. Die Grundvoraussetzungen für ein ausgeprägtes Sprachgefühl können dabei bereits in der Vorschule trainiert werden.

Was mache ich, wenn mein Kind Probleme mit der Rechtschreibung hat?

Erst einmal ist das kein Grund zur Sorge. Schließlich gehören Fehler zum Lernprozess dazu. Mach Deinem Kind klar, dass es normal ist, wenn man etwas nicht gleich versteht. Wenn Du mit ihm gemeinsam nach der Lösung suchst, stärkt das sein Selbstvertrauen. Falls sich das Problem trotz intensiven Lernens nicht bessert, solltest Du Dich an die Lehrkraft oder eine/n Expert:in wenden.

Hilft Vorlesen dabei, die Rechtschreibung meines Kindes zu verbessern?

Ja, das Vorlesen ist eine tolle Methode, um das richtige Schreiben zu trainieren. Denn durch das gemeinsame Lesen werden grammatikalische Strukturen und die richtige Schreibweise von Wörtern ganz nebenbei abgespeichert.

Wodurch kann die Motivation zum Üben der Rechtschreibung gesteigert werden?

Kindern sollte immer der unmittelbare Nutzen des Schreiberwerbs vor Augen geführt werden. Dieser besteht darin, dass sie selbst Texte verfassen können. Falls Dein Kind mal keine Lust aufs Üben hat, findest Du in unserem Artikel zur Lernmotivation viele hilfreiche Tipps.

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