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Raspberry Pi Einstieg – Grundlagen & Tipps

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Raspberry Pi Einstieg – Grundlagen & Tipps

Ein früher Raspberry Pi Einstieg ist die perfekte Möglichkeit, um das Coden zu lernen! Denn schließlich erfreut sich der Mini-Computer einer großen Beliebtheit und ist längst das Herzstück vieler Coding-Projekte geworden. In unserem Tutorial erklären wir Dir die wichtigsten Grundlagen, damit Du Deine Platine ganz einfach zum Laufen bringst. So gelingen die ersten Schritte garantiert!

Modelle für den Raspberry Pi Einstieg 

Vor dem Raspberry Pi Einstieg solltest Du Dir unbedingt Gedanken über das richtige Modell machen. Denn nach über 10 Jahren gibt es ein großes Sortiment. Hier das richtige Modell zu finden, ist manchmal nicht so einfach. Der Produktname ist zwar bekannt, aber wer sich näher mit der Thematik beschäftigt, stellt schnell fest: Den Raspberry Pi gibt es gar nicht. Inzwischen handelt es sich vielmehr um eine ganze Modellreihe.

Raspberry Pi Einstieg – Verschiedene Modelle
Abb. 1: Raspberry Pi Einstieg – Die verschiedenen Modelle

Das namensgebende Standardmodell ist etwa so groß wie ein Kartenspiel und ist momentan in der vierten Version verfügbar. Deshalb heißt die Platine auch Raspberry Pi 4. Im Fachhandel bekommt man den Rechner für etwa 35 Euro. Neben dem aktuellen Mini-Computer gibt es noch die Modelle Raspberry Pi Zero und Raspberry Pi Zero W. Sie sind noch mal um die Hälfte kleiner, aber nicht so leistungsfähig. Dafür überzeugen sie mit ihrem unschlagbaren Preis. Je nach Ausstattung bekommst Du sie ab etwa fünf Euro. Auch hier handelt es sich um “richtige Computer”, die mit einem Betriebssystem arbeiten. Wenn Du also auf der Suche nach einer besonders kleinen Platine mit einer durchschnittlichen Leistungskraft bist, ist der Zero genau die richtige Wahl.

Seit 2020 gibt es noch einen weiteren Neuzugang in der Modellreihe: Den Raspberry Pi Pico. Hierbei handelt es sich um ein Microcontroller-Board ohne Betriebssystem. Diese Platine ist eher mit einem Arduino vergleichbar. Denn alle drei eignen sich für reine Elektronik-Projekte. Man kann damit also keinen Raspberry Pi Desktop einrichten. Du siehst: Die Produktreihe zeichnet sich durch eine große Vielfältigkeit aus. Doch dieses Tutorial fokussiert sich auf das neuste Modell. Denn für den Einstieg eignet sich der Raspberry Pi 4 am besten. So wird auch das Coding deutlich leichter.

Raspberry Pi Einstieg – Das neuste Modell
Abb. 2: Raspberry Pi Einstieg – Das neuste Modell

Raspberry Pi Einstieg – Technische Daten

Wenn Du den Einstieg in Raspberry Pi meistern möchtest, solltest Du unbedingt die technischen Grundlagen kennen. Denn so fällt Dir das Coden deutlich leichter. Beim Raspberry Pi 4 handelt es sich um einen Einplatinencomputer. Das bedeutet, dass alle für den Betrieb erforderlichen elektronischen Komponenten auf einer einzigen Leiterplatte montiert sind. Wenn Du schon mal in einen normalen Computer reingeschaut hast, dann weißt Du, dass dort viele Komponenten enthalten sind. Beim Pi ist aus Platz- und Kostengründen alles zusammengefasst. Aber trotzdem ist auf der Platine alles drauf, was einen Rechner ausmacht. Die wichtigsten Bestandteile sind:

  • Prozessor
  • Grafikprozessor (GPU)
  • Arbeitsspeicher (RAM)

All diese Komponenten sind dabei auf einem einzigen, etwa fingernagelgroßen Chip zusammengefasst. Wenn Du zufällig weißt, wie groß moderne PC-Grafikkarten sind, erstaunt Dich das womöglich. Aber zugegeben: Ein echter Gaming-Computer ist die Platine nun nicht. Eine Besonderheit beim Pi ist die schwarze Leiste mit den vielen Metallstiften. Sie heißt General Purpose Input/Output-Leiste (GPIO). Ursprünglich war die Platine ein Bastelrechner für Elektroniktüftler. Daher stammt auch die GPIO-Leiste. Über sie lässt sich der Pi mit Sensoren, Motoren und vielen anderen Elektronikbauteilen verbinden. Wenn Du die Rückseite betrachtest, findest Du eine weitere Eigenheit. Hier ist eine Halterung für eine microSD-Karte untergebracht. Der Mini-Computer bootet nämlich nicht von einer Festplatte. Das Betriebssystem wird stattdessen auf einer microSD-Karte installiert.

Natürlich hat der Raspi auch Standardanschlüsse wie Ethernet, USB und HDMI. Hier kannst Du eine Maus, eine Tastatur oder einen Monitor anschließen. Mit einem passenden USB-Netzteil und einer leistungsstarken microSD-Karte ist dann alles beisammen, was Du für den Anfang benötigst. Natürlich gibt es noch mehr Raspberry Pi Zubehör. Aber das spielt erst in ganz konkreten Projekten eine Rolle. Was die Platine ausmacht, solltest Du nun wissen. Aber was kann man damit eigentlich alles machen?

Die Platine als Mini-Computer 

Der Einstieg in Raspberry Pi lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Denn seitdem das Modell Pi 4 auf dem Markt ist, ist die Platine schnell genug, um ihn als Rechner zu verwenden. Indes kannst Du ihn benutzen, um im Internet zu surfen, Hausarbeiten zu schreiben oder E-Mails zu versenden. Mit dem richtigen Betriebssystem und dem Raspberry Pi Terminal ist das überhaupt kein Problem. Ein Computer, der in die Hosentasche passt, ist doch ziemlich cool, oder? Deine Coding-Freunde werden mit Sicherheit beeindruckt sein!

Keine Angst vor Linux

Fast alle verfügbaren Betriebssysteme für den Pi basieren auf Linux. Der Rechner eignet sich daher besonders gut, um sich mit dem Betriebssystem einmal genauer zu beschäftigen. Das ist keineswegs nur eine Sache für Open Source-Fans. Linux ist dabei, Unix und Windows als Server-Betriebssysteme zu verdrängen. Daher sind gute Coding-Kenntnisse in der Arbeitswelt gerne gesehen. Aber auch Ubuntu wird immer beliebter. Indes ermöglichen Spezial-Distributionen wie Kali-Linux einen Einblick in die Welt von Hacking und Security. Du möchtest noch tiefer in die Materie einsteigen? Weitere Information zum Einstieg in Raspberry Pi hat die Universität Wuppertal zudem übersichtlich zusammengefasst.

Einstieg in die Raspberry Pi Coding-Welt 

Der Pi ist ein toller Computer, um das Coden zu lernen. Die gängigen visuellen Sprachen wie Java und Python sind auf dem Betriebssystem bereits installiert oder lassen sich einfach nachrüsten. Dazu gibt es eine Menge kostenloser Editoren und Entwicklungsumgebungen wie IDLE, Thonny, BlueJ oder Visual Studio Code. Natürlich sind auch Datenbanken wie MySQL, PostgreSQL oder MongoDB und die bekannten Webserver Apache und NGINX auf dem Raspi lauffähig. Diese Aufzählung ließe sich noch erweitern. Hier bleiben kaum Wünsche unerfüllt. Du siehst: Der Einstieg in Raspberry Pi kann durchaus vielfältig sein.

Technische Projekte

Die GPIO-Schnittstelle ist die Verbindung des Pis zur Außenwelt. Die Pins versorgen technische Projekte mit Strom und lassen sich über selbst geschriebene Programme in der Coding-Sprache Deiner Wahl ansteuern. Der Raspberry Pi unterstützt dabei die gängigen Schnittstellen I2C, SPI und UART. Daher ist es mit der Platine sehr leicht LEDs an- oder auszuschalten oder Sensoren für Temperatur oder Luftfeuchtigkeit auszulesen. Aber auch anspruchsvollere Projekte wie zum Beispiel eine Smart-Home-Zentrale oder ein Roboter lassen sich realisieren. Diese Möglichkeiten bietet kein anderer Mini-Computer. Das Beste am Tüfteln mit dem Pi ist aber die riesige Community. Im Netz finden sich viele Projekte mit bebilderten Anleitungen oder Videos. Dort wird Dir zudem weitergeholfen, wenn Du Fragen hinsichtlich Robotik und anderen Themen hast.

Spielekonsole & Media Center 

Die kleine Platine eignet sich aber nicht nur für ausgefallene Elektronik-Projekte, sondern bringt auch eine ordentliche Portion Spaß in Dein Spielzimmer. Denn mit wenigen Handgriffen lässt sich der Pi in eine Spielkonsole umfunktionieren. So kannst Du gemeinsam mit Deinen Coding-Freunden viele Game-Klassiker spielen. Doch das ist noch längst nicht alles. Mit der Open-Source-Software RetroPie lässt sich der Einplatinencomputer blitzschnell in einen Home-Computer oder einen Arcade-Automaten verwandeln. Dafür musst Du lediglich die SD-Karte austauschen. Einfacher geht es nicht, oder? Vielleicht sparst Du Dir noch eine weitere SD-Karte für das Media-Center Kodi auf. Damit lassen sich Videos streamen, Dia-Shows betrachten, Mediatheken einbinden und Fernsehprogramme abspielen.

Du weißt nun, worauf es beim Einstieg in Raspberry Pi ankommt. Wer sich für Hardware, Coding und Elektronik interessiert, der landet irgendwann bei dieser Platine. Der geringe Preis, das leichte Montieren von Bauteilen, das schnelle Aufsetzen des Betriebssystems und die große Community machen den kleinen Rechner zu einem echten Allrounder. Also, worauf wartest Du noch? Starte gleich den Raspberry Pi Download und beginne mit dem ersten Projekt.

FAQs zum Raspberry Pi Einstieg 

Welches Modell eignet sich am besten für den Einstieg in Raspberry Pi?

Die Produktreihe zeichnet sich mittlerweile durch eine große Vielfältigkeit aus. Für den Einstieg eignet sich insbesondere der Raspberry 4, denn er überzeugt durch einfache Handhabung und der Möglichkeit, anfängerfreundliche Betriebssysteme einzurichten. Mit diesem Modell können zudem viele einfache Projekte schnell umgesetzt werden.

Welche Vorkenntnisse benötige ich für den Raspberry Pi Einstieg?

Das Pi im Namen steht für die Coding-Sprache Python. Die Erfinder der Platine wollten damit ausdrücken, dass diese moderne Skriptsprache fürs Coden besonders gut geeignet ist. Daher setzt das Tüfteln mit dem Mini-Computer einige Grundkenntnisse voraus. Indes ist es äußerst hilfreich, wenn Du mit der Coding-Sprache schon einmal gearbeitet hast. Aber keine Sorge! Falls Du ganz neu sein solltest, kannst Du Dir schnell die wichtigsten Grundlagen aneignen. Wenn Du einen leichten Einstieg suchst, ist Scratch genau das Richtige.

Wie kann man den Einstieg für Anfänger in Raspberry Pi erleichtern?

Um Anfängern den Einstieg in Raspberry Pi zu erleichtern, eignen sich insbesondere praxisnahe Projekte. Denn so wird nicht nur das entsprechende fachliche Wissen erworben, sondern mit der Planung und Durchführung der Projekte wird zudem die Entwicklung kreativer Ideen gefördert. Du bist auf der Suche nach dem passenden Projekt? Wie wäre es mit dem Raspberry Pi Temperatursensor?

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